Historiker
Geschichte hat mich schon seit meiner Kindheit interessiert. Es heißt sogar, dass schon bei meiner Einschulung klar gewesen sei, dass ich nach der Schule Geschichte studieren würde, "denn der Junge interessiert sich ja sonst für nichts anderes". Wie in jeder guten Legende steckt auch hier ein gutes Stück Wahrheit. Spätestens, seitdem ich lesen konnte, war kaum ein Text vor mir sicher, der irgendwas mit der Vergangenheit zu tun hatte. Seien es Romane, Sachbücher oder einfach nur die vielen Tafeln an Straßenschildern, Häusern, ... die jeden Ausflug in irgendeine andere Stadt zu einer Geduldsprobe für meine Familie machte.
Nach Abitur am Kaiser Wilhelms und Ratsgymnasium Hannover und Zivildienst war es dann soweit: Ich begann mein Magisterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte (Hauptfach) und der Mittleren Geschichte (Nebenfach) an der (damals noch) Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster auf. Das zweite Nebenfach Musikwissenschaft wechselte ich kurz vor der Zwischenprüfung gegen die Evangelische Theologie ein. Und nahm noch parallel das Lehramtsstudium Sekundarstufe II/I (Geschichte und ev. Religion) auf, weshalb ich in der Theologie doch deutlich mehr Lehrveranstaltungen besuchte, als das reine Nebenfach erfordert hätte.
In meiner Magisterarbeit "Deutschbaltischer Neubeginn. Organisationsgründung und -arbeit 1945-1952" untersuchte ich 2009 die Entstehung der deutschbaltischen Welt, in der ich mich parallel zu meinem Studium engagierte. Anschließend wechselte ich an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, an der ich 2014 mit meiner von Olaf Mörke betreuten Dissertation "Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel" promoviert wurde.
Nach der Promotion wechselte ich von der wissenschaftlichen Forschung in die Wissenschaftsvermittlung, wo ich bis heute tätig bin. Als Vortragender zu einer vielzahl von Themen der baltischen Geschichte, als Seminarleiter und von 2016-2021 hauptamtlicher Wissenschaftlicher Leiter der Deutschbaltischen Studienstiftung DBJW (heute "Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung") und seit 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Arbeitsbereich Nordosteuropa beim Deutschen Kulturforum östliches Europa.
Seit 2018 bin ich Mitglied der Baltischen Historischen Kommission.
